Einleitung und historischer Rückblick
Schon in den vierziger Jahren entdeckten einige Pioniere der Ornithologie in Genf, P.CHARVOZ, P.GEROUDET, J.BURNIER, R.HAINARD und C.VAUCHER anlässlich einer Saatkrähen-Planzählung die Bedeutung der Rhôneschlucht westlich von Genf als Wegzugstrasse für hunderttausende von Vögeln, vor allem Ringeltauben, Saatkrähen und Greifvögel, aber auch Massen von Kleinvögeln. Dort, wo der Strom sich zwischen dem südlichen Ausläufer des dort über 1600m hohen Hochjuras und dem an der Stelle nur knapp 1000 m hohen Mont Vuache hindurchzwängt, entsteht ein natürlicher Trichter, der einen Grossteil der Vögel kanalisiert, die aus Deutschland, Polen, Russland, Tschechien, den Baltischen Staaten und Fennoskandien über das Schweizer Mittelland gezogen sind. Viele Vögel fliegen nicht direkt durch die Schlucht; je nach Wetter verläuft der Zug von grösseren, hoch fliegenden Arten auf recht breiter Front , aber am Fort l'Ecluse, so heisst die Burg aus der napoleonischen Zeit, die über der Schlucht thront, konzentriert sich der Vogelstrom doch sehr stark. An manchen Tagen, je nach Windrichtung und Bewölkung, kann aber die Mehrzahl der Vögel 1 bis 3 km weiter südlich am nur 700m hohen Mont de Sion durchziehen, was die Zählungen erschwert (1).
Schon 1983 versuchte die Jugendgruppe des westschweizer Vereins Nos Oiseaux, von Mitte August bis Ende Oktober möglichst oft am Fort zu zählen, kam aber damals „nur“ auf 3300 Greife. Erst im Jahre 1992 wurde man sich bewusst, wie stark der oft in grosser Höhe stattfindende Greifvogelzug wirklich sein konnte. Es wurden damals an 75 Beobachtungstagen 11.000 Greife festgestellt. Der genfer Arzt Dr. Pierre CHARVOZ, der 1994 in Pension ging, beschloss daher, jedes Jahr von Juli bis November an möglichst jedem Tag, an dem das Wetter es erlaubte, zum Défilé de l'Ecluse zu fahren, so der Name der
Rhôneschlucht, die auf französischem Boden liegt, an der Grenze zwischen den Départements Ain-01 und Hoch-Savoyen-74. Die nächsten Dörfer sind Collonges und Longeray auf der Nordseite und Chevier am Fusse des Mont Vuache, südlich der Etournel-Sümpfe (1). Je bekannter die erstaunlichen Resultate seiner Zählungen wurden, umso mehr Freunde und Gleichgesinnte scharten sich um ihn, sodass aus anfangs 100 Beobachtungstagen pro Saison bis zu 138 Tage (2005) wurden mit bis zu 972 Beobachtungsstunden (2008). Seitdem Dr. CHARVOZ aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, ohne Begleitung zum Défilé zu fahren, hat die Ligue pour la Protection des Oiseaux LPO74 von Hoch-Savoyen einen bezahlten Mitarbeiter zur Verfügung, der an Wochentagen präsent ist, wenn keine oder wenige andere Beobachter kommen können.
So wurden in den letzten 15 Jahren knapp 400.000 Greifvögel gezählt, davon allein über 40.000 im Jahre 2008, mit Tagesmaxima, die auf dem Höhepunkt des Zuges von Mäuse-und Wespenbussard weit über 3000 Greifvögel erreichen können (3). Es ist daher erstaunlich, wie wenig bekannt dieses Phänomen in Deutschland und Österreich ist, liegt doch die Rhôneschlucht – was Greifvogelzahlen im kontinentalen Europa angeht - hinter dem baskischen Pyrenäenpass Organbidexka an zweiter Stelle. Nur an Meerengen wie Gibraltar, dem Bosporus und dem schwedischen Falsterbo werden deutlich mehr Greife im Herbst gezählt. Nirgendwo im europäischen Binnenland ziehen unseres Wissens so viele Rohrweihen durch (1028 im Jahre 2001), nirgendwo so viele Mäusebussarde (19.418 im Jahre 2003), fast nirgendwo so viele Rotmilane (5580 im Jahre 2008).- Seltsamerweise gibt es trotzdem bis heute keine umfassende Publikation in deutscher Sprache zu diesem Gebiet, wie von anderen, weniger bedeutenden schweizer Zugschwellen wie dem Col de Bretolet im Wallis, dem Gurten und dem Gurnigel bei Bern oder dem Ulmethöchi im Baselland. Dabei ist der Ort in nur gut 3 Autostunden von der deutschen Grenze bei Basel bequem erreichbar.
Geographische Beschreibung und Ornis des Gebietes
Auch während und nach dem Heimzug ist das Gebiet um das Fort l'Ecluse sehenswert. Der Hochjura steigt an bis auf 1723 m auf dem Crêt de la Neige mit seiner zum Teil alpinen Flora, und die Südwestseite des Mont Vuache mit seinen vielen Orchideen gehört botanisch gesehen eigentlich schon zu Südfrankreich, auch wenn die Winter hier nicht immer schneearm sind. Der Strom der Rhône zieht sich durch zum Teil verwildertes Kulturland, aber auch eine felsige Schlucht. In weniger als 2 km Entfernung brüten in den hochliegenden Wäldern und Felswänden Steinadler, Uhu, Wanderfalk, Turmfalk, Habicht, Sperber und Wespenbussard. In der Ebene gibt es dazu auch Baumfalken und viele Schwarzmilane. Ein Schlangenadlerpaar jagt alljährlich am Vuache Aspisvipern und andere Reptilien; es hat 2006 auch hier gebrütet.
Viele andere ornithologische Kleinode gibt es hier: Auerhuhn, Haselhuhn, Waldschnepfe, Rauhfusskauz, Sperlingskauz, Mauerläufer, Zippammer, Berglaubsänger und vieles mehr.
Wanderfalken, Sperber und Habichte profitieren natürlich enorm vom Durchzug der Tauben und Kleinvögel, und auch die seit 1994 im Jura brütenden Steinadler, die unter anderem in der Ebene streunende Katzen jagen, versuchen manchmal, z.B. ziehende Kormorane oder Graureiher zu erbeuten.
Will man möglichst viele Greife aus kürzerer Entfernung sehen, sollte man vom Dorf Longeray aus die Waldstrasse zum Fort l'Ecluse benutzen. Nach 25 Min. Fussweg mit Blick auf einen Adlerhorst kommt man an der Burg an und hat eine herrliche Aussicht über das Genferseebecken, das Rhônetal und das Mont Blanc-Massiv. Kleinvögel und Greife fliegen oft nur wenige Meter entfernt am sonnenbeschienenen Hang des Juragebirges über die Beobachter hinweg. Mit viel Glück ist auch mal ein Merlin dabei. - Durch die Sonne geblendet und aufgrund der grossen Entfernungen wird man aber vor allem morgens einen grossen Teil der Zugvögel auf der Südseite des Stromes nicht erkennen, weswegen die Zähler schon immer 1 km nördlich von Chevrier an der Eisenbahnstrecke Bellegarde-Valleiry auf einem Wirtschaftsweg am „Champ Vautier“ stehen, wo man auch problemlos parken kann (1). Nur sehr wenige Bäume beeinträchtigen die Sicht, und man sieht die meisten Greife schon auf Kilometer Entfernung aus Nordost am Jura entlang herankommen. Nicht selten biegt die Mehrzahl jedoch weit vor Chevrier nach Südwesten ab, um zwischen Valleiry, Cessens/Olliet und Chevrier über den nur knapp 800 m hohen Sattel des Mont Vuache zu ziehen oder noch weiter südlich über den flacheren Mont de Sion. Besonders Weisstörche wählen diese Route oft und entgehen so den Beobachtern.
Ein anderes Problem liegt an mikroklimatischen Umständen. Im Herbst liegt häufig ein Kaltluftsee über dem Rhônetal und dem Genfer Becken, so dass man morgens manchmal auf Waldstrassen im Jura über die Nebelgrenze fahren muss, am besten oberhalb von Collonges, Ecorans oder Farges am Jurasüdfuss, oder eben bei Cessens/Olliet am „Sattel“ des Mont Vuache. Manchmal liegt die Nebelschicht aber so hoch, dass man zwar einen Teil der Vögel entdeckt, aber nicht einmal schätzen kann, wieviele Greife in oder über den Wolken ziehen.
Bei grösseren Taubenschwärmen ist das Zählen besonders schwierig. Fotografisch wurde belegt, das die wahre Anzahl der Vögel im Durchschnitt 1,7 mal höher war als unsere Schätzungen. Die im weiteren angeführten Anzahlen sind also nicht nur Mindestmengen sondern liegen zum Teil weit unter den tatsächlichen Zugmengen, weswegen ich mir erlaubt habe, sie aus Gründen der Lesbarkeit oft um max. 5% aufzurunden.
Leider kann man auch im Herbst nicht wie in Gibraltar damit rechnen, jeden Tag hunderte von Greifen zu sehen. Regen und starker Süd/Südwestwind (Föhn) blockieren den Zug, aber auch an Tagen mit schwachen Winden und stahlblauem Himmel sieht man oft recht wenig. Die Vögel fliegen viel zu hoch und auf breiter Front; sie brauchen die Vorteile der lokalen Topographie (sonnenbeschienene Südhänge, eine Schlucht, die auf nur 345 m ü.M. heruntergeht) dann nicht zu nutzen. Die besten Tage sind erfahrungsgemäss dann, wenn nach einer Schlechtwetterperiode der Wind auf Nordost umschlägt, und sich der Zugstau am Alpennordfuss mit Nordost-Rückenwind entladen kann. Am ersten Tag hängen über dem Juragebirge dann oft noch Restwolken, die es erleichtern, die herannahenden Vögel aus grösserer Entfernung auszumachen.
Will man aus grösserer Entfernung anreisen, ist man also gut beraten, wenn man die Reiseplanung vom Wetterbericht abhängig machen kann. In der Regel ist es möglich, solche Zugstaus und ihr Ende mit einiger Sicherheit 48 bis 60 Stunden im Voraus zu berechnen. Wie lange dann aber grössere Mengen durchziehen, ist schwer zu sagen. Nach 3 bis 4 Tagen flacht der Zug meist deutlich ab, und trotz günstigen Winden wird es dann oft schnell eintönig.
Was die Ausrüstung angeht, sollte man ein gutes Stativ und ein Teleskop mit 20- bis 30fachem Weitwinkelokular mitbringen. Stärkere Gläser sind selten nötig; Zoom-Okulare haben oft ein viel zu enges Blickfeld bei schwacher Vergrösserung. Ein Campingstuhl leistet gute Dienste, wenn man 5 bis 10 Stunden ausharren will, eine Kopfbedeckung ist selten unnütz.
Es wurden am Fort l'Ecluse bisher 23 Arten ziehender Greife beobachtet. Die 3 häufigsten Arten , Mäusebussard, Wespenbussard und Schwarzmilan, machen i.d.R. 79-84% aller Greife aus. Es folgen Rotmilan, Sperber, Rohrweihe, Turmfalk und Fischadler. - Kornweihe, Wiesenweihe, Baumfalk, Merlin, Habicht, Wanderfalk, Steinadler und Schlangenadler sind recht spärliche aber alljährliche Durchzügler. Nicht alljährlich und selten sind Steppenweihe, Rotfussfalke, Schelladler, Schreiadler, Zwergadler, Seeadler, Gänsegeier und Sumpfohreule.
Der Heimzug geht fast kaum durch die Schlucht sondern am Nordrand der Alpen bzw. am Südufer des Genfersees entlang. Oberhalb von Evian liegt der Flecken Le Hucel auf einer Alm (5). Dort wurden im Frühling 2008 u.a. 9000 Mäusebussarde gezählt, insgesamt 16.900 Greife. Auch seltene Arten wie Schmutzgeier, Mönchsgeier, Kaiseradler, Lannerfalke, Rötelfalke, Rauhfussbussard, Adlerbussard, zum Teil also sogenannte „overshooters“, wurden dort festgestellt.
Natürlich ziehen nicht nur Greife am Fort l'Ecluse durch sondern auch grosse Mengen von Kleinvögeln, besonders Buchfinken und Schwalben, sowie Tauben, Krähenvögel, Kormorane, Möwen, Limikolen, Störche und Reiher. Wir werden in der Folge die markantesten und interessantesten Arten kurz besprechen und für einige Hauptzugperiode, Tages- und Jahresmaxima angeben (4).
Resultate und Diskussion
a) Taggreife Falconiformes
Aus den Aufzeichnungen von P.CHARVOZ geht hervor, dass in den 60er und 70er Jahren manche Greifvögel noch sehr spärlich waren, sogar an Tagen mit gutem Zugwetter. Das liegt wohl z.T. daran, dass in dieser Zeit Greifvögel auch in Nord- und Mitteleuropa planmässig oder wahllos abgeschossen und noch Pestizide wie DDT benutzt wurden. Es wundert einen daher nicht, dass die spektakulären Zunahmen bei diesen Arten (Sperber, Mäusebussard etc.) erst in den 90er Jahren stattfanden, als verschiedene Schutzmassnahmen endlich anfingen zu „greifen“.
Da in den frühen Jahren aber nur an 10 bis 20 Tagen pro Saison beobachtet wurde, sind diese Zahlen kaum verwertbar, da manchmal ausgerechnet an den besten Zugtagen kein Beobachter präsent war.
Fischadler Pandion haliaetus
Bestes Jahr und Anzahl: 1995 : 117 Individuen.
Selten mehr als 10 pro Tag.
Haupt-Zugperiode: Ende August bis Mitte September
Fischadler sind oft gut zu sehen, wenn sie in den Etournel-Rhônesümpfen östlich der Schlucht jagen oder übernachten und dann später niedrig über die Beobachter hinwegfliegen.
Wespenbussard Pernis apivorus
Bestes Jahr und Anzahl: 2005: 10.000
Tagesmaximum: 2977 am 27.8.2005
Haupt-Zugperiode: sehr kurz, letzte August- bis erste Septemberdekade.
In einigen Jahren ist die Rhôneschlucht also der beste Ort im kontinentalen Europa für diese Art. Die Bestände fluktuieren jedoch stark. So wurden nur 4700 im Jahre 2006 gezählt. Je nach Wetterlage kann eine grosse Zahl der Vögel auch in der Gegend von Bourg-en-Bresse an der Nordwestkante der Jurakette durchziehen, und man wundert sich über relativ geringe Zahlen am Défilé de l'Ecluse.
Die Zugmaxima hier haben eine nur geringe Korrelation mit den Zahlen von Falsterbo. Unsere Wespenbussarde stammen also wohl nur zu einem geringen Teil aus Skandinavien. Diese Vögel fliegen wohl im „Kranichkorridor“ auf breiter Front weit nördlich von Jura und Zentralmassiv ins Baskenland, um dann die Pyrenäen zu überqueren.
Bemerkenswertes Detail: schon am 5.9.1968 wurden einmal 466 Vögel innert 3h15 Min. gezählt.
Schwarzmilan Milvus migrans
Bestes Jahr und Anzahl: 2008: 7066
Tagesmaximum: 1788 am 5.8.2006
Zugperiode: Ende Juli bis Mitte August, sehr konzentriert.
Also ein sehr früh einsetzender Zug. Die Wälder beidseits der Rhône zwischen dem Défilé de l'Ecluse und Genf sind zudem wohl das dichteste Brutgebiet der Art in Europa und wurden deshalb von Bird Life zur IBA (Important Bird Area) erklärt.
Bemerkenswertes Detail: schon am 15.8.1968 wurden einmal 288 Vögel innert 2h50 Min. gezählt.
Rotmilan Milvus milvus
Bestes Jahr und Anzahl: 2008: 5580
Tagesmaximum: 988 am 9.10.2008
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert. Ende September bis Anfang November, aber immer ein sehr guter Tag in der 1. Oktoberhälfte.
Erst ab 2003 wurden jedes Jahr über 2000 Rotmilane festgestellt. Seit 2004 hat sich ihre Zahl gar verdoppelt. Diese Art hat wohl vom Artenschutz, lokal verbesserten Ernährungsmöglichkeiten (und Klimaveränderungen?) in letzter Zeit besonders profitiert.
Seeadler Haliaeetus albicilla
Ausnahmeerscheinung. Nur dreimal nachgewiesen, davon einmal im Frühjahr, paradoxalerweise nach Südwesten fliegend. Hat einmal am Genfersee überwintert.
Gänsegeier Gyps fulvus
Nicht alljährliche Erscheinung. Wird in jüngerer Zeit aber von April bis Oktober sporadisch im Genferseebecken gesehen. Es handelt sich um umherstreifende, unverpaarte Vögel aus den jüngst stark angewachsenen Kolonien in Südfrankreich (Gorges de la Jonte, Verdon, Baronnies...).
Schlangenadler Circaetus gallicus
Alljährlich, aber nur im einstelligen Zahlenbereich. Da diese Art in der Umgebung wiederholt Brutversuche unternommen hat und an sonnenbeschienenen Hängen jagt, ist es schwierig zu sagen, ob es sich um echte Zugvögel aus dem Osten handelt. In den Alpen von Wallis und Hoch-Savoyen übersommern auch mehr nichtbrütende Vögel als man annimt, so bis zu 8 Exemplare am Col de la Colombière, ca. 35 km südöstlich.
Rohrweihe Circus aeroginosus
Bestes Jahr und Anzahl: 2001: 1028 ( Falsterbo: 1070)
Tagesmaximum: 191, 20.9.2001
Haupt-Zugperiode: recht konzentriert auf die ersten oder letzten beiden Septemberdekaden.
Hat in den letzten Jahren stärker abgenommen als in Schweden. (2008: nur 316 Vögel!) Trotz alledem bleibt dieser Ort wohl der beste im Binnenland für den Durchzug dieser Art, die zum gössten Teil nördlich der Pyrenäen überwintert. Manche Vögel entgehen den Beobachtern, da sie am Südrand vom Kanton Genf und dann an der Nordkante des Mont Salève entlang über den flachen Mont de Sion fliegen und so übersehen werden. Vielleicht haben aber auch viele der skandinavischen Vögel ihr Zug- und Überwinterungsverhalten verändert.
Kornweihe Circus cyaneus
Selten mehr als 100 pro Jahr.
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert, Anfang Oktober bis Ende Dezember.
Steppenweihe Circus macrourus
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung.
Wiesenweihe Circus pygargus
Nie mehr als ca. 30 Exemplare pro Saison. Diese Art brütet kaum noch in bzw. nördlich und nordöstlich der Schweiz.
Beste Zeit: Anfang September.
Sperber Accipiter nisus
Bestes Jahr und Anzahl: 1996: 1700, sowie 2008: 1500
Tagesmaxima: 138, am 9.10.2008 und am 15.10.1996
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert, von Mitte September bis Anfang November.
Beste Zeit: Mitte Oktober, vor allem an starken Bussardzugtagen.
Lächerlich wenig im Vergleich zu den über 37.000 Sperbern bei Falsterbo (2008), die wohl zum grossen Teil in Deutschland, dem Benelux und Nordfrankreich überwintern oder weit nördlich vom Jura durchziehen.
Habicht Accipiter gentilis
Brütet lokal aber spärlich, max. 12 Durchzügler/Jahr. Schwer zu sagen, ob es sich um wirkliche Zugvögel handelt. Sieht man einen Vogel, der mindestens 1 km geradlinig nach Südwesten durch die Schlucht fliegt, wird er als Zugvogel gewertet.
Mäusebussard Buteo buteo
Beste Jahre: 2003: 19418, sowie 2008: 18.275
Tagesmaximum: 3200 am 15.10.2003
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert, Ende September bis Mitte November. Vom 20. – 22. November 1999 wurde eine Winterflucht von 4750 Vögeln festgestellt (ca. 4000 allein am 20.11. im Kanton Basel), ein recht ungewöhnliches Phänomen in dieser Grössenordnung. Sehr selten sieht man Exemplare, die der östlichen Unterart B.b.vulpinus (Falkenbussard) angehören könnten.
In einigen Jahren rangiert Fort l'Ecluse also an dritter Stelle nach dem Bosporus und den Kaukasuspässen, da die meisten Bussarde in Frankreich überwintern und nicht über die Pyrenäen fliegen.
Bemerkenswertes Detail: schon am 30.11.1970 wurden einmal 313 Vögel innert 3 Stunden gezählt. Es handelte sich auch hierbei um eine Winterfluchtbewegung, die sich auch noch im Januar ereignen kann.
Rauhfussbussard Buteo lagopus
Wurde nur wiederholt auf dem Heimzug festgestellt, wie auch in Le Hucel. Nicht alljährlich.
Schreiadler Aquila pomarina
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung. Da der Schreiadler seit einigen Jahren wieder im französischen Nordjura brütet, könnte diese Art eines Tages wieder regelmässig zu sehen sein. Zieht vor dem Schelladler, Ende September/Anfang Oktober.
Schelladler Aquila clanga
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung. Nicht vor Mitte Oktober.
Steinadler Aquila chrysaetos
Bis zu 8 Vögel pro Saison; es könnten immature Adler gewesen sein, die aus den schweizer Alpen kommen und dann weiter westlich in Frankreich auch im Flachland umherstreifen können.
Kaiseradler Aquila heliaca
Eine sehr wahrscheinliche Beobachtung am 13.10.2003
Zwergadler Hieraaetus pennatus
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung. Mitte Juli bis 2. Septemberdekade.
Turmfalke Falco tinnunculus
Höchste festgestellte Anzahl: 320 /Saison
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert, hauptsächlich Ende September – Mitte Oktober.
Rotfußfalke Falco vespertinus
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung. Ende September bis Mitte Oktober.
Merlin Falco columbarius
Maximal 70 pro Saison, wahrscheinlich sehr viel mehr, weil viele im niedrigen Jagdflug über die Wälder am Fusse des Jura hinwegziehen, mehr als 1km vom Beobachtungsort entfernt, und so übersehen werden.
Haupt-Zugperiode: nicht sehr konzentriert; letzte September- bis 2. Oktoberdekade. Selten mehr als 5 pro Tag.
Baumfalke Falco subbuteo
Brütet lokal und jagt Zugvögel in der Flussebene. Selten mehr als 60 sichere Durchzügler pro Jahr, die meisten Anfang/Mitte September.
Wanderfalke Falco peregrinus
Brütet lokal und jagt Zugvögel. Vielleicht max. 7 Durchzügler pro Saison.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
b) Kormorane Phalacrocoracidae
Aufgrund der zahlreichen Schlafplätze am Strom beidseits der Schlucht muss man mit den Schätzungen vorsichtig sein. Immerhin wurden sowohl 1994 und 2008 über 5.000 Vögel gezählt, die nach Südwesten wanderten. Ein geringer Teil fliegt aber jeden Tag zurück ins genfer Rhonetal bis zum Genfersee. - Die meisten ziehen in der 1. Oktoberhälfte mit max. über 500 pro Tag. Der Anteil der Jungvögel liegt nie über 10%.
c) Störche und Reiher Ciconiiformes
Weisstorch Ciconia ciconia
Bestes Jahr und Anzahl: Nach einem relativ schwachen Jahr 2007 (nur 260) war 2008 ein Rekordjahr mit 960 Vögeln.
Tagesmaximum: 279 am 24.8.2008, grösster Trupp: 148.
Haupt-Zugperiode: sehr konzentriert. Ende August – Mitte September.
Viele Weisstörche ziehen jedoch über den Mont-de-Sion weiter südlich und werden so oft übersehen.
Schwarzstorch Ciconia nigra
Bestes Jahr und Anzahl: 2007 : 138 Ex.
Tagesmaxima: selten mehr als 15
Zugperiode: Ende Juli bis Anfang Oktober, beste Periode: Ende August.
Stark schwankend ( 2003: nur 49). Die Vögel ziehen aber oft einzeln und in grosser Höhe und werden daher manchmal übersehen. Die erfreuliche Bestandszunahme zwischen Westpolen und Belgien macht sich auch hier bemerkbar.
Graureiher Ardea cinerea
Bestes Jahr und Anzahl: 2001: 1700
Tagesmaxima: 1090 am 18.9.2001
Haupt-Zugperiode: Ende August – Mitte September.
Stark fluktuierende Zahlen (2003: nur 105). Viele ziehen nachts und werden nicht erfasst. Zugstau durch Schlechtwetter spielt eine grosse Rolle. Hunderte von Reihern können dann in den Rhônesümpfen vom Etournel rasten, fliegen aber oft erst spät am Abend los.
Silberreiher Ardea alba
Bestes Jahr und Anzahl: 2005: 189
Haupt-Zugperiode: Anfang September bis Mitte Oktober.
Maxima: 57, 14.10. 2003, dabei eine Gruppe von 32 Ex.;
32, 24.9.2005;
30 am Schlafplatz, 7.10.2005.
In den 90er Jahren noch recht selten bis spärlich, ist diese Art nunmehr regelmässig zu sehen. Manche Silberreiher fangen Nagetiere in den Wiesen oder übernachten im Auwald vom Etournel, werden daher oft frühmorgens beim Weiterflug verpasst und nicht erfasst.
Löffler Platalea leucorodia
Nicht alljährliche Ausnahmeerscheinung. Zuletzt 2 am 9.10.2008.
d) Pelikane Pelicanidae
Rosapelikan Pelecanus onocrotalus
Wurde nur 2x nachgewiesen. Zuerst am 4.9.2003 in einem Trupp von Wespenbussarden. Am 8.9. 2008 flog einer in einem Trupp von 73 Weisstörchen. Er war im schweizer Seeland entdeckt worden und wurde dann bis zur Mittelmeerküste (Costa Brava) etappenweise verfolgt und später im katalonischen Landesinneren von vielen Beobachtern gesehen.
e) Kraniche Gruidae
Kranich Grus grus
Alljährlich, aber nur in geringer Zahl. Im Jahre 2008 immerhin 119 mit denen, die über den Ort Valleiry und den Mont-de-Sion zogen. Die Hauptzugstrasse verläuft über Luxemburg und Lothringen, also sehr weit nördlich.
f) Laro-Limikolen
Jedes Jahr ziehen ein paar hundert Lachmöwen (Larus ridibundus) und Mittelmeermöwen (Larus michahellis) durch. - Limikolen sind eher spärlich. Einige seltenere Arten sind Raubseeschwalbe (Hydropogne caspia) und Regenbrachvogel (Numenius phaeopus), sowie meist unbestimmte Raubmöwen (Stercorarius sp.), in der Mehrzahl wohl Schmarotzer- und Falkenraubmöwen (St. parasiticus und St.longicaudus). Es sind dies aber alles nicht alljährliche auftretende Arten.
g) Tauben Columbidae
Ringeltaube Columba palumbus
Es müssen früher Millionen von Tauben am Défile de l'Ecluse vorbeigezogen sein. Nicht endende Wolken von Vögeln, die im wahrsten Sinne des Wortes unzählbar waren. Auch im Jahre 1974 schätzte man noch ca. 800.000 Tauben, allein 650.000 am 13. Oktober! An diesem Tag zogen eine phänomenaler „Teppich“ von Vögeln durch, der lange nicht abzureissen schien und nur sehr schwer zu schätzen war (mdl. Mittlg. P.CHARVOZ).
1993 waren es „nur“ noch 220.000 mit bis zu 48.000 pro Tag (17.Oktober). Heutzutage zieht nur ein verschwindender Bruchteil der ehemaligen Taubenbestände nach Südeuropa, und die Jagd dort hat die Bestände regelrecht zusammenbrechen lassen. - 2008 sah man nur ca. 25.000 Tauben , davon 5600 am 9.Oktober.
Haupt-Zugperiode: 5.-20. Oktober, je nach Wetter.
Hier zum Vergleich die leider lückenhaften Zahlen aus früheren Jahren, die nur einen Teil der tatsächlichen Mengen wiedergeben, obwohl in der 2. Oktoberhälfte jeden Tag beobachtet wurde. Dann waren aber viele Tauben bereits durchgezogen. Es fällt auf, dass wiederholt an einem Tag mehr als die Hälfte der Saisonsumme gezählt wurde. Die starken Fluktuierungen sind auf unterschiedlich intensive Beobachtertätigkeit in diesen Jahren zurückzuführen.
Es muss daran erinnert werden, dass der Unterschätzungsfaktor bei dichten Taubenschwärmen mit durchschnittlich 1,7-fach berechnet wurde. Einige Zahlen könnten also reel die Millionengrenze übersteigen.
Jahr Saisonsumme Tagesmaximum Datum Beobachtungszeit
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1964 ??? 27.150 4.10. 3 Std.
1966 290.000/19 Tagen 61.000 22.10.
1967 560.000/20 Tagen 116.000 18.10.
1968 750.000 322.000 12.10.
1969 360.000 166.000 15.10.
1970 277.000/18 Tagen 142.000 24.10.
1971 521.000 77.000 16.10.
1972 298.000 178.000 5.10
1973 561.000 250.000 19.10.
1974 800.000 650.000 (!) 13.10. 6 h 15 Min.
Hohltaube Columba oenas
Nur 1 - 5% der Vögel in den Taubenschwärmen sind Hohltauben. Im Jahre 2008 wurden 1400 gezählt, davon 339 am 27. September. 1998 waren es noch über 4100. Schlechtestes Jahr: 2002: nur 345 Vögel.
Der Zug beginnt früher als bei der Ringeltaube. Diese Art hat aber wohl weniger als letztere unter der Jagd gelitten, und die Bestände entwickeln sich in manchen Gegenden in Nordeuropa eher positiv.
h) Segler Apodidae
Mauersegler
In einigen Jahren können spektakuläre Schlechtwetterfluchten beobachtet werden, so am 14. Juli 2004, als ca. 20.000 Segler geschätzt wurden. In vielen Jahren ist der Zug aber diskret: 2008 wurden nur etwas über 7000 Vögel gezählt.
i) Lerchen Alaudidae
Feldlerche Alauda arvensis
Auch bei dieser Art gibt es Ausnahmejahre und regelrechte Invasionstage. Am 30.Oktober 1998 wurden schätzungsweise 37.700 Lerchen gezählt, aber „nur“ 42.800 in der ganzen Saison. - Im Jahre 2008 nur 7100, davon aber immerhin 4900 am 19.Oktober.
Heidelerche Lullula arborea
Schon im Jahre 1998 wurde eine Rekordzahl von 1405 Vögeln festgestellt, davon allein 980 am 10.Oktober! Auch das Jahr 2008 war exzellent mit 1272 Individuen, davon 294 am 7. Oktober. Der Zug ist stark auf die beiden ersten Oktoberdekaden konzentriert. Anscheinend eine Art, deren Bestände sich erstaunlich gut halten bzw. zum Teil stark erholt haben.
j) Schwalben Hirundinides
Es ist fast unmöglich, die ziehenden Schwalben täglich nach Arten zu unterscheiden. An Tagen von starkem Greifvogelzug hat man einfach keine Zeit, auf ziehende Schwalben zu achten. So wurden 2007 ca. 168.000 Schwalben geschätzt, im Jahre 2008 aber nur 43.000.
k) Krähenvögel Corvidae
Saatkrähe Corvus frugilegus
1976/77 wurden 92.000 bzw. 93.000 Saatkrähen geschätzt, 1994 waren es nur noch 37.500 Vögel, davon 9.350 am 30. Oktober, dann ging es rasch bergab. So wurden 2008 nur noch 1260 Vögel beobachtet, weniger als 2% der ehemaligen Mengen.
Hypothesen: die meisten dieser Vögel überwintern nun wohl im gemässigten Nordeuropa und/oder die Bestände sind z.T. grossräumig zusammengebrochen, (wie z.B. die Überwinterer am Nierderrhein).
In den 60er und 70er Jahren lag das Saisonmaximum nur bei 26.300 (1970), was z.T. daran liegt, dass damals im November nur an Wochenenden beobachtet wurde, also im Schnitt 5/7 der Vögel nicht gezählt wurden.
Dohle Corvus monedula
Nur noch 461 Vögel im Jahr 2008; früher waren es tausende, damals i.d.R. nur etwa 6 – 9% der Saatkrähen, so 2231 im Jahre 1993. Regelmässig brüten Dohlen im Genfer Raum praktisch nur noch in einer Grotte unter dem oberen Fort.
l) Spinte Meropidae
Bienenfresser Merops apiaster
Seit der Vermehrung der Bestände in Deutschland ist auch dieser Pseudo-Exote immer regelmässiger zu sehen. Trupps von bis zu 68 Vögeln werden beobachtet, meist Ende August/ Anfang September, in manchen Jahren aber nur wenige, so nur 3 Ex. im Jahr 2008. Viele werden übersehen weil sie zu nahe am Strom entlang fliegen und von der Uferbewaldung verdeckt werden.
m) Andere Sperlingsvögel Passeriformes
Buchfink Fringilla coelebs und unbestimmte Kleinvögel
Im Jahre 2008 wurden etwa 250.000 unbestimmte Sperlingsvögel verzeichnet. Der Löwenanteil davon wird auf den Buchfink gehen, aber insgesamt werden bis zu 10 verschienende Finkenarten gesehen. 110.000 dieser Vögel fallen allein auf den 19.Oktober, ein typisches Datum für den Buchfinkenzug. Der Anteil der Bergfinken (Fringilla montanus) wird dabei wohl oft unterschätzt. Im Jahre 2007 wurde gar eine Zahl von 490.000 unbestimmten Kleinvögeln verbucht.
Schlussbemerkung
Auch wenn man sie teilweise durch intensivere Beobachtungstätigkeit und bessere Optik erklären kann, lassen die Zählergebnisse der letzten 15 Jahre auch darauf schliessen, dass trotz radikaler Bestandseinbrüche und Änderungen im Zugverhalten, etwa bei Tauben und Krähenvögeln, sich manche Zugvogelarten erstaunlich gut erholt haben bzw. im Vormarsch sind. Einige Greifvögel haben wohl vom intensivierten Arten-und Biotopschutz der letzten Jahre und Jahrzehnte in Nordeuropa profitiert, aber auch Arten wie Störche, Silberreiher und Heidelerche sind (wieder) im Kommen.
Hoffen wir, dass diese Entwicklung weiter anhält, und dass sich Ornithologen noch lange an dem oft beeindruckenden Schauspiel des Vogelzuges hier ergötzen können.
Danksagung
Für hunderte von Stunden netter Gesellschaft, aufschlussreicher Gespräche, Ratschläge und Hinweise sowie die Überlassung seiner unschätzbaren Datensammlungen aus den sechziger und siebziger Jahren möchte ich von ganzem Herzen Herrn Dr Pierre Charvoz danken.
Zusammenfassung: Wenige Kilometer westlich von Genf, in der Nähe der Rhôneschlucht an der Grenze von Hoch-Savoyen, genannt Défilé du Fort l'Ecluse, wurden seit 1993 regelmässige Zugvogelzählungen durchgeführt. Etwa 400,000 Greifvögel in 23 Arten wurden gezählt, davon allein 40,000 im Jahre 2008 innerhalb von 972 Beobachtungsstunden. Mäusebussarde, Wespenbussarde und Schwarzmilane dominieren und machen i.d.R. mehr als 80% aller Greife aus. Tagesmaxima können 3200 Greife übersteigen. So ist diese Stelle für den Rohrweihenzug der wichtigste „Zugkanal“ in Europa neben Falsterbo, für Mäusebussarde der wichtigste westlich vom Bosporus, für Greife allgemein der zweitwichtigste im europäischen Binnenland. Die Zahlen der Rotmilane haben sich innerhalb der letzten 4 Jahren verdoppelt.- Von den Millionen in den 60er und 70er Jahren dort durchziehenden Ringeltauben sind jedoch nur noch weniger als 2 bis 3% übriggeblieben.
Summary: Regular migration counts have been done since 1993 in the area of the River Rhône gorge (called Défilé du Fort l'Ecluse) on the northwestern edge of Haute-Savoie, a few miles west of Geneva. About 400,000 raptors of 23 species were counted, 40,000 alone in 2008 (within 972 hours). Common Buzzard, Honey Buzzard and Black Kite are dominant and represent about 80% of all raptors of which up to more than 3200 per day have been observed. For Marsh Harriers this seems to be one of the two most important migration channels in Europe, for Common Buzzards the most important west of the Bosphorus and it seems to be the second most important watchpoint for raptors in continental Europe altogether. Red Kite numbers have doubled within the last 4 years.- However, there are only about 2 – 3% of the millions of Wood Pigeons left that used to migrate on this route in the 1960s and 1970s.
______________________________________
Fussnoten und bibliographische Hinweise
Die Jahresberichte zu Heim- und Wegzug werden alljährlich in der Zeitschrift Nos Oiseaux (NO) veröffentlicht, sind aber auch auf den untenstehenden Internetseiten (3) abrufbar.
Die gesamte Dokumentation ist allerdings in französischer Sprache abgefasst.
Die nachstehenden Internet-Verweise stehen auch auf meiner Webseite
http://louiscrex.skyrock.com
und können dort ggf. herauskopiert werden, um mühseliges Abschreiben zu vermeiden.
(1). Topographische Karten mit den verschiedenen Beobachtungsorten am Défilé de l'Ecluse auf
http://www.nosoiseaux.ch/pdffiles/actions/FE_2008-9769.pdf (Seite 5 und 6)
http://www.migraction.net/index.php?m_id=1510&frmSite=3
http://www.oiseau-libre.net/Oiseaux/Observation/Spots/Fort-Ecluse.html
http://haute-savoie.lpo.fr/index.php?m_id=22061&item=61
(2) Siehe in Charvoz, Pierre; Matérac, Jean-Pierre; Maire, Michel: La migration postnuptiale visible en 1993 au défilé de Fort l'Ecluse (Haute-Savoie et Ain) près de Genève: I. Rapaces diurnes, Cigognes, Pigeons et Corvidés. - II. Hérons, Palmipèdes, Limicoles et Passereaux. Nos Oiseaux, n° 443, 1996, p. 261-288; n° 444, p. 389-396.
sowie in Charvoz, P., J.-P. Matérac & M. Maire – La migration postnuptiale en 1997, 1998 et 1999 au défilé du Fort l'Ecluse (Haute-Savoie et Ain) près de Genève. NO 44: 61-66
(3). Detaillierte Statistiken der letzten Jahre dazu auf
http://www.nosoiseaux.ch/protection.php?m_id=65&frmCategory=13 und
http://haute-savoie.lpo.fr/index.php?m_id=113&uid=178
Zum Vergleich die Beobachtungszahlen von 2008 in Falsterbo...:
http://artportalen.se/birds/inventeringar/falsterbo_str.asp?from=2008-08-01&tom=2008-11-20&lang=eng
...und am baskischen Col d'Organbidexka, 2008:
http://www.migraction.net/index.php?frmSite=22&graph=synthesismonth&m_id=112&action=list&year=2008&frmSpecies=0
(4). Die aktuellste umfassende Statistik mit saisonalen Histogrammen zu den wichtigsten Arten befindet sich auf
http://www.nosoiseaux.ch/pdffiles/actions/FE_2008-9769.pdf
Verfasser: X.BIROT-COLOMB
Es wäre müssig, alle die dort befindlichen Details und Graphiken hier in unserer sehr allgemein gehaltenen Abhandlung abzubilden.
(5). Statistiken der letzten Jahre und Beschreibungen zum Greifvogel-Frühjahrszug in Le Hucel auf
http://haute-savoie.lpo.fr/index.php?m_id=112&uid=177 sowie
http://www.migraction.net/index.php?m_id=1510&year=0&graph=&frmSpecies=0&frmSite=4 sowie auf
http://www.nosoiseaux.ch/protection.php?m_id=65&frmCategory=9
Lutz Lücker
5, chemin du Fort de l'Ecluse (sic!)
CH-1213 Petit-Lancy/Genf
Blick von der Burg aufs Rhônetal. Links die Etournel-Sümpfe, rechts im Schatten der Vuache-Nordfuss.Im Hintergrund links der Mont Salève, rechts das Mont de Sion-Plateau mit dem Mont Blanc-Massiv und den Voralpen von Hoch-Savoyen am Horizont. Beobachtet wird am Champ Vautier, an der Eisenbahnstrecke rechts neben der Bildmitte. Am rechten Bildrand das Dorf Chevrier. Die Brücke ist der Pont Carnot mit der Route départementale 1206, die von St.-Julien-en-Genevois nach Bellegarde führt.
Blick nach Norden über die Rhôneschlucht. Viele Vögel ziehen zwischen der oberen Burg, den Hochspannungsmasten und dem „Gipfel“,genannt Plat des Roches durch, andere dahinter. Beide Burgen sind regelmässiger Überwinterungsplatz von Mauerläufern.
Blick vom Beobachtungsplatz Champ Vautier/Chevrier nach Westen. Von links: Vuache-Fuss, Schlucht, Wald von Longeray, untere und obere Burg, Plat des Roches. Der Grand Crêt d'Eau (1623 m) ist von Wolken verhüllt. In den Felswänden im Hintergrund (Bildmitte) haben Steinadler mehrfach gebrütet.




